Soziodemografische Daten sind statistische Daten, die aus datenschutzrechtlichen Gründen als Mikrozellen über mehrere Gebäude und Wohneinheiten gemittelt werden.

Effektiv nutzen lassen sich diese Daten, um im Kundengespräch die „richtigen Fragen“ zu stellen. Sie enthalten lediglich Hinweise, keine definitiven Angaben.

Folgende Daten lassen sich aus den soziodemografischen Daten entnehmen:

 

Bebauungsstruktur

Die Bebauungsstruktur bezieht sich auf das nähere Umfeld eines Gebäudes. Für das Gebäude selbst ergibt sich eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Angaben auch darauf zutreffen. Wie zum Beispiel Anteile der Baujahre, Gasversorgung, Straßentypen und Kaltmieten.

 

Bewohnerstruktur

Für die Merkmale „Durchschnittliches Alter der Bewohner“, „Anteil Fremdsprachlichkeit“,„Kaufkraft“ gilt ebenfalls, dass es sich dabei um mittlere Werte aus Mikrozellen handelt.

 

Nutzungsstruktur

Die Merkmale „Anzahl Firmen“ und „Anzahl priv. Haushalte“ beziehen sich auf ein Gebäude. Die Merkmale „Anteil Familien“, „Anteil Single Haushalte“ beziehen sich wiederum auf Mikrozellen. Bei Mischnutzungen ist die Frage nach der Art des Gewerbes sinnvoll.

 

Umzugsbewegungen

Die Merkmale „Mobilität (Wegzüge)“, „Fluktuation (Wegzüge + Zuzüge)“, „Umzugssaldo (Anteil der Zuzüge an allen Umzugsbewegungen)“, „Durchschnittliche Wohndauer im Gebäude“, Verdacht auf Leerstand“ beziehen sich (bis auf Wohndauer und Leerstand) auf Mikrozellen. Sie geben Hinweise auf die Attraktivität eines Objektes oder die Stabilität der Wohnverhältnisse.

 

Informationen zur regionalen Struktur

Die Informationen zur regionalen Struktur beziehen sich auf gesamte Städte und Gemeinden. Sie dienen dazu, ein Gefühl für das regionale Umfeld eines Objektes zu bekommen. Es muss berücksichtigt werden, dass hier nicht nach Stadtteilen unterschieden wird. Zu lokalen Einschätzungen sind die Angaben auf Mikrozellenebene besser geeignet.

War diese Antwort hilfreich für Sie?